Auspuff? Fehlanzeige! Wer elektrisch fährt, produziert keine Abgase und kaum Lärm

Auspuff? Fehlanzeige! Wer elektrisch fährt, produziert keine Abgase und kaum Lärm

Der 5-Minuten-Überblick von Elektroroller-Test

Motor- und Elektroroller (im englischen Sprachraum „Scooter“ genannt) sind seit jeher eine beliebte Alternative zu Autos oder Fahrrädern; in Asien haben Sie teilweise sogar einen höheren Stellenwert als Autos. Was Sie über die flinken Elektroflitzer wissen müssen, zeigt der folgende Schnellüberblick.

Wozu das Ganze, warum einen Roller?

  • Der Roller ist in Städten schneller (Er sollte dies in der Theorie nicht sein, da es verboten ist, sich zwischen den oder neben den Autos nach vorne zu drängen; zumindest bei der Parkplatzsuche spart man aber auf jeden Fall viel Zeit)
  • Der Roller ist viel günstiger in Anschaffung und Unterhalt
  • Es gibt keine Parkplatzsorgen mehr
  • Er darf auch von Unter-18-jährigen Personen gefahren werden
  • Als Zweitfahrzeug für Camping und Urlaub kann man den Roller überall mit hinnehmen

Was kostet der Spaß?

Klassische Roller gibt es seit Jahrzehnten, diese sind schon für weniger als 1.000 Euro zu bekommen. Diese sind ausnahmslos Benzin-betrieben, produzieren also Lärm, Abgase und Feinstaub. Seit einigen Jahren werden aber auch vermehrt Elektroroller angeboten, die vor allem bei den Kosten pro Kilometer viel günstiger sind und nebenbei auch noch die Umwelt schonen (es fällt durch Reifen- und Bremsenabrieb zwar auch hier etwas Feinstaub an, in der Summe aber viel weniger als bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen).

Der Einstieg in die Welt der Elektroroller beginnt je nach Modell ab etwa 1200 bis 1400 Euro. Im direkten Vergleich mit einem Benziner muss man für die Elektrovariante gut 1000 Euro mehr einkalkulieren. Dafür sind die Betriebskosten wesentlich geringer und viele kostspielige Reparaturen fallen weg. Wir erwarten, dass die Preise in den kommenden Jahren sinken werden. Bis das niedrige Niveau von Benzinrollern erreicht ist, dürfte es aber noch 15 bis 20 Jahre dauern.

Die Preise für die aktuell günstigsten alltagstauglichen und vollwertigen E-Roller beginnen bei etwa 1300 Euro. Bessere Modelle schlagen bereits mit 2000 Euro und mehr zu Buche, während das Oberklasse-Segment erst ab etwa 3000 Euro beginnt. Wenn man nicht so viel ausgeben möchte, sind eventuell Elektroscooter eine Alternative, die es schon ab etwa 500 Euro gibt.

Wo sind die Unterschiede oder: Was bekomme ich, wenn ich mehr ausgebe?

Für mehr Geld gibt es in erster Linie mehr Akkus und somit eine höhere Akkuleistung. Ein stärkerer Akku sorgt dabei für mehr Motorleistung, also in erster Linie ein dynamischeres Beschleunigen, während ein zweiter oder dritter (Zusatz-)Akku zur Erhöhung der Reichweite genutzt wird.

So sind in der Einstiegsklasse Reichweiten um die 50 Kilometer Standard, ein durchschnittlicher Motor leistet dabei 1000 Watt. Wer 2000 Euro oder mehr für seinen E-Roller ausgibt, erhält in der Regel eine Antriebseinheit, die ungefähr 2000 Watt leistet. Diese Modelle beschleunigen schneller und haben mehr Reserven für starke Steigungen. Ab 3000 Euro erhält man dann entweder einen 3000-Watt-Akku oder einen zweiten, manchmal auch etwas kleiner dimensionierten Akku, der dann angezapft wird, wenn der erste leer ist – so wird die Reichweite verdoppelt.

Was muss ich sonst noch wissen?

Die meisten Elektroroller stammen aus Fernost, manche Modelle werden von Klein- und Kleinsthändlern importiert. Das führt dazu, dass es bei manchen Rollern Probleme bei der Zulassung gibt. Nicht immer gibt es eine gültige Straßenzulassung für Deutschland und wenn doch, dann heißt das noch lange nicht, dass diese auch in Österreich oder der Schweiz akzeptiert wird. Man sollte also darauf achten, dass eine gültige Zulassung beim Kauf zugesichert wird oder gleich einen bereits zugelassenen Elektroroller kaufen (dies bietet beispielsweise Unu an).

Bauartbedingt muss man bei Elektrorollern mit einigen weiteren mehr oder weniger großen Einschränkungen leben. Die wichtigste betrifft die Ladedauer des Akkus; diese beträgt vor allem bei preiswerten Rollern oft mehrere Stunden. Immerhin kann man aber in der Regel schon nach ein bis zwei Stunden Ladezeit wieder knapp die Hälfte der maximalen Reichweite zurücklegen. Schnellladesysteme bieten bislang leider nur wenige Hersteller an.

Ausführlichere Informationen finden Sie auf den Unterseiten Kaufberatung und Wissenswertes.

Bilder: siehe Bildnachweise

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (18 Stimmen, durchschnittlich: 4,28 von 5)

Loading...