Elektroroller E-Flux im Test

 

 

E-Flux-Vision-20-Testbericht

Ein kompakter und reichweitenstarker Elektroroller für weniger als 500 Euro? Da muss es doch einen Haken geben, oder etwa nicht? Was der E-Roller von E-Flux in der Praxis taugt, zeigt unser Test.

Test-Grundlage: Der Elektroroller befand sich für einige Wochen bei uns vor Ort als Hersteller-Testmuster im Praxistest.

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Überblick und Ausstattung

Wer keinen vollwertigen klassischen Elektroroller braucht, ist unter Umständen mit einem kleineren Roller, den sogenannten E-Scootern, gut bedient. Der von uns getestete E-Flux Street 20 ist für den Kurzstreckeneinsatz gedacht und eine preiswerte Alternative, wenn man nicht gerade jeden Tag mit dem Roller zur Arbeit fahren möchte.

Der E-Roller verfügt aber auch über eine Straßenzulassung und darf somit im Straßenverkehr genutzt werden. Welche Führerscheine und Versicherungen dafür erforderlich sind, zeigen wir auf der Seite Wissenswertes.

Trotz des geringen Preises bringt der E-Flux Vision 20 eine Hupe und eine Beleuchtung mit – bei anderen E-Scootern wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Beides ist aber erforderlich, um die Straßenzulassung zu erhalten.

Der Akku kann abgeklemmt, dann entnommen und in der Wohnung oder auf der Arbeit geladen werden, wovon die meisten aber aufgrund des hohen Gewichtes keinen Gebrauch machen dürften. Zusätzlich braucht man dann ein etwa 30 Euro teures Ladegerät. Alternativ kann der E-Roller per Ladebuchse am Metallrahmen vorne unten an ein Netzteil gehängt werden. Technisch basiert die Batterie auf Bleisäure, was angesichts des Preises aber völlig in Ordnung ist und wohl kaum anders machbar war.

Praktisch ist die Tatsache, dass man den Roller recht schnell zerlegen und somit leicht transportieren kann. Nicht umsonst spricht auch der Hersteller davon, dass der E-Flux 20 besonders gut für Urlaube auf dem Campingplatz oder den Einsatz bei Messen geeignet ist. Praktisch auch: Der Sitz ist in der Höhe verstellbar.

Der Akku des E-Flux 20

Herzstück des E-Flux-Elektrorollers ist eine 500 Watt starke Antriebseinheit, die auch gleich die wesentlichen Eigenschaften des Fahrzeugs definiert. Im Vergleich mit den anderen Rollern ist der Motor vergleichweise schwach, die Höchstgeschwindigkeit daher auch auf 20 Kilometer pro Stunde begrenzt. Dies hat eine weitere Konsequenz. Als einziger aller von uns getesteten Elektroroller braucht man beim Fahren des Vision 20 keinen Helm zu tragen!

Es gibt aber auch eine etwas stärkere Version, die als E-Flux 40 ebenfalls bei Amazon erhältlich ist (wenngleich diese nicht wie zu erwarten die doppelte Leistung, sondern bloß 800 Watt hat).

Wegen des nicht allzu stark dimensionierten Motors fällt auch der Akku kleiner aus. E-Flux verbaut ein 36 Volt Aggregat mit zwölf Amperestunden auf Bleibasis. Dieses sorgt für eine Reichweite von 25 bis 30 Kilometern, die sich je nach Fahrprofil aber ändern kann (mehr Hintergrundinformationen zum Thema Reichweite und Leistung finden Sie auf den Seiten Kaufberatung und Wissenswertes). Im Praxistest über mehrere Wochen (Frühling) erreichten wir die Reichweite nicht ganz, was wohl vor allem an dem unebenen Gelände gelegen haben dürfte (Die wichtigsten Faktoren für die Reichweite finden Sie in unserer Infografik ‚Faktoren für die Reichweite eines Elektrorollers‘).

Die Ladedauer liegt im üblichen Bereich zwischen sechs und acht Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht, was bei diesem Preis aber auch keine Überraschung ist.

Praxiseinsatz

Trotz des eher schwachen Motors bewegt sich der kleine und kompakte Roller recht spritzig und durchzugsstark auf kurzen Strecken. Auch die Reichweite ist absolut alltagstauglich. Kleinere Steigungen meistert der Roller problemlos, Reserven für ambitioniertere Hügel hat der 500-Watt-Motor aber keine. Hier gelangt man schnell in den Bereich, in dem der Scooter schnell an Geschwindigkeit verliert. (Tipp: Bei ausreichend Platz dann in Zickzack-Linien den Berg erorbern …)

Bei den Bremsen selbst E-Flux wohl vorne als auch hinten kleine Scheibenbremsen ein. An deren Leistung gibt es nichts auszusetzen. Für den kleinen Elektrozwerg sind sie ausreichend, wenn nicht gar großzügig dimensioniert. Nach weniger als drei Metern steht der Street 20, wenn er aus voller Geschwindigkeit abgebremst wird.

Konstruktionsbedingt ist die Federung kaum zu merken und das Fahrgefühl vor allem auf schlechten Straßen recht rau oder besser gesagt: wackelig; gerade dies macht aber – neben dem stillen Dahingleiten – auch den besonderen Reiz eines Elektroscooters aus. Auch die Verarbeitungsqualität könnte hier und da besser sein. So ist vor allem der Tacho aus recht billigen Materialien zusammengesetzt und kann schon bei leichten Stößen Schaden nehmen. Weitere kleinere Schwächen: Das Licht ist etwas funzelig, die Hupe für unseren Geschmack zu laut.

Preise und Optionen

Das wohl wichtigste Merkmal des E-Flux ist wohl der Preis: Für knapp 470* Euro (Stand: August 2017) erhält man einen alltagstauglichen Miniscooter, der nicht nur Spaß macht, sondern auch praktisch ist. Die reinen Stromkosten belaufen sich auf etwa 50 Cent pro 100 Kilometer.

Der Elektroroller ist in den drei Farbvarianten rot, schwarz und weiß erhältlich. Aufgebaut ist der kleine E-Roller knapp 1,20 lang und 1,10 Meter hoch. Die maximalen Zuladung liegt bei 110 Kilogramm. Zubehör ist so gut wie keines erhältlich. Einzig ein Gepäckkörbchen (knapp 40 Euro) war zum Testzeitpunkt verfügbar.

Fazit: Der Preiskracher unter den Elektroroller

Kompakt, alltagstauglich und unglaublich preiswert – das sind die wesentlichen Eckdaten des E-Flux Street 20. Wer einen preiswerten Roller für den Freizeit oder Urlaubseinsatz sucht und nicht gerade jeden Tag 25 Kilometer auf die Arbeit fährt, kann bei diesem flotten Elektroroller nichts falsch machen.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Günstiger E-Roller
  • 500 Watt-Motor
  • bis 30 km Reichweite
  • Straßenzulassung
  • Keine Helmpflicht
  • Mäßige Verarbeitung

Ergänzende Ressourcen zu dem E-Roller:

*Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein

Video-Test zum Street-40-E-Roller (kein Test!)

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