E-Flux Freeride Pro 1600 im Test

E-Flux Freeride Pro 1600 im Test

E-Flux Freeride Pro 1600 im Test

E-Flux Freeride Pro 1600 im Test

 

E-Flux-Freeride-Pro-Testbericht

Der Freeride Pro gibt sich alle Mühe, ein vollwertiger und dabei sparsamer Elektroroller zu sein. Dies merkt man schon an der hochwertigen Optik. Welche Abstriche man wo machen muss, zeigt unser Test in freier Wildbahn.

Die wichtigste Einschränkung vorab: Der Elektroroller besitzt keine Straßenzulassung und darf daher nur auf privatem Gelände betrieben werden. Hintergründe zu den erforderlichen Führerscheinen und zur Helmpflicht finden Sie auf der Seite Wissenswertes. Wir haben das Modell dennoch getestet, um zu sehen, welche Unterschiede es gibt und welche Kompromisse man dabei machen muss.

Test-Grundlage: Wir haben den E-Roller für einige Wochen bei uns zum Test gehabt und das Gerät in dieser Zeit ausführlich genutzt.

 

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Freeride Pro im Vergleich mit anderen Modellen

E-Flux bzw. Actionbikes grenzt den Roller schon optisch von den Standard-Modellen ab. So ist der Boden für die Fußablage aus Holz und die Scheinwerfer optisch ansprechend gestaltet. Allerdings hat der Hersteller an einigen Stellen auch gespart. So gibt es keinen Tachometer und die Ladestandsanzeige des Akkus besteht lediglich aus drei Lampen (grün, gelb und rot) – hier wäre eine genauere Anzeige oder gar ein analoges Instrument wünschenswert.

Eine Besonderheit bietet der Freeride Pro in Form eines „Energiesparknopfes“, der „einen hohen Teil der Energie“ (Hersteller) sparen und die Reichweite erhöhen soll. Unter dem Strich ergeben sich Stromkosten von zirka 50 Cent pro 100 Kilometer – verglichen mit anderen Elektrorollern (respektive: Elektroscootern) ist dies auch wirklich günstig. Dafür ist die Reichweite relativ knapp bemessen (dazu gleich mehr).

Die Kombination aus relativ hoher Motorleistung und geringer Reichweite ist bei Elektrorollen, zumindest jenen, die wir im Test hatten, recht ungewöhntlich. E-Flux bewirbt den Freeride Pro folgerichtig auch als „Spaß“roller und „Style-Exot“.

 

Praxiseinsatz

Tatsächlich macht der E-Roller eine Menge Spaß. Im Praxistest gefiel der Freeride Pro mit einem dynamischen Vortrieb. Das maximale Drehmoment steht schnell zur Verfügung, die Beschleunigung ist jederzeit kraftvoll und zügig und auch größere Steigungen können den Roller nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Dabei lässt sich das „Gas“ aber immer präzise dosieren. Lediglich im höheren der beiden Fahrmodi kommt die Beschleunigung aus niedriger Drehzahl einen Tick zu heftig.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei bis zu 55 km/h. Dies konnten wir nicht ganz nachvollziehen und in Ermangelung eines Tachos auch nicht genau messen, laut GPS-Messung erreichten wir in normalem Gelände aber um die 37 Stundenkilometer. Dies ist auch in etwa die Angabe, die in der Bedienungsanleitung genannt wird.

Auf Asphaltstraßen liegt der E-Flux Freeride Pro auch bei Höchstgeschwindigkeit jederzeit gut auf  der Straße und die Federung vermittelt einen guten Fahrbahnkontakt. Auf unebener Straße neigt der Lenker zum Flattern und man sollte nach Möglichkeit nicht mehr mit voller Geschwindigkeit durchs Gelände brausen.

Die Bremsen packen kräftig zu, aus voller Geschwindigkeit brauchten wir im Test knapp zehn Meter bis zum Stillstand. Die breiten, allerdings recht kleinen Reifen sorgen für eine gute Verzögerung und auch bei einer Vollbremsung bleibt das Fahrzeug recht gut kontrollierbar. Die Bremskraft lässt sich auch mit einem Innensechskantschlüssel nachträglich justieren.

Der Freeride Pro läuft bei jeder Geschwindigkeit angenehm leise. Allerdings gab es bei unserem Testmuster ein regelmäßiges Klackern aus dem Kettengehäuse. Dies ist laut Hersteller aber unbedenklich.

Die Reichweite liegt bei 15 bis 20 Kilometern unter Idealbedingungen; durch die recht knappe Bemessung wird einmal mehr deutlich, dass der Freeride Pro für Campingplätze und Messen, nicht aber für den alltäglichen Straßeneinsatz gebaut wurde.

 

Weitere Test-Eindrücke

Trotz der knappen Reichweite hat die dynamische Beschleunigung ihren Preis. Weil der Akku auf Bleisäure basiert, ist das Gewicht des Freeride Pro sehr hoch. Wer noch keine Elektroroller-Erfahrung hat, mag dies leichtfertig abtun. Doch in der Praxis macht sich dieser Umstand hin und wieder negativ bemerkbar. Den Roller für den Winter mal eben in den Keller zu tragen, ist ohne Weiteres nicht möglich. Erst wenn die knapp 25 Kilogramm schweren Akkus entnommen wurden, kann man das Fahrgestell zusammenklappen und transportieren. Für die meisten Frauen bzw. Mädchen dürfte es aber selbst dann noch kaum zu bewerkstelligen sein.

Will man die Akkus entnehmen, um diese anschließend zum Beispiel in der Wohnung zu laden, ist ein separater Ladeadapter nötig (rund 25 Euro). Normalerweise lädt man den Elektroroller aber mit eingebautem Akku, der Roller besitzt dafür einen entsprechenden Anschluss am Fahrgestell. Die Ladezeit liegt bei sechs bis acht Stunden.

 

Preise und Optionen

Der Preis des Freeride Pro ist angemessen und mit rund 800 Euro (Stand: Juli 2017) ist der Elektro-Roller gerade noch erschwinglich. Ob man dafür aber die fehlende Straßenzulassung in Kauf nehmen möchte, muss jeder Käufer für sich selbst entscheiden.

Unser Testmuster kam bereits zusammengebaut bei uns an. Wer auf regulärem Weg bestellt, muss laut Hersteller etwa eine Stunde Aufbauzeit mit einkalkulieren.

 

Fazit: Dynamischer Elektroroller für die Freizeit

E-Flux hat mit dem Freeride Pro einen spritzigen und dynamischen Elektroroller im Programm. Es macht einfach Spaß, die Beschleunigung auszukosten und damit über Land zu „heizen“. Für die wenigen Kritikpunkte kann der Hersteller aufgrund der Ausrichtung auf den Freizeitbereich wenig. Die Reichweite ist recht knapp, eine Straßenzulassung gibt es nicht und das hohe Gewicht resultiert aus den Blei-Säure-Akkupaketen. Einzig die Räder hätten für unseren Geschmack etwas größer ausfallen können.

 

Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Gute Beschleunigung, dynamisches Fahrverhalten
  • max. 20 km Reichweite
  • Blei-Säure-Akku
  • 1.600 Watt-Motor
  • Keine Straßenzulassung
  • Eco-Modus

Ergänzende Ressourcen zu dem E-Roller:

*Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein

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Hersteller-Video zum Freeride-Pro-E-Roller (kein Test!)

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