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E-Flux-Vision-Testbericht

Eigentlich gehört es zu unserer Maxime, nur alltagstauglichen Elektroroller zu testen, also auch nur solche, die eine Straßenzulassung haben. Für den E-Flux Vision haben wir eine Ausnahme gemacht.

Der Vision fällt zunächst mal aufgrund seines vergleichsweise günstigen Preises auf: Um die 450 Euro muss man für den kleinen Flitzer anlegen, man kann für E-Roller dieser Größe gut und gerne auch doppelt so viel ausgeben. Doch kann der Elektroscooter im Test auch überzeugen?

Test-Grundlage: Wir haben den E-Roller für einige Wochen bei uns zum Test gehabt und das Gerät in dieser Zeit ausführlich genutzt.

 

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Vision im ersten Eindruck

Der Vision fällt neben dem Preis vor allem durch seine großen Räder auf. Die 10 Zoll (ca. 25 cm) großen Reifen sind für das Scootersegment eher ungewöhnlich, versprechen aber einen guten Bodenkontakt auch in unebenem Gelände – und genau hier wird der Roller wohl auch größtenteils zum Einsatz kommen, denn auf öffentliche Straßen darf er ja nicht.

Die fehlende Straßenzulassung macht sich auch in fehlenden Lampen bemerkbar. Wer abends mit dem Roller über den Campingplatz düsen will, sollte auf jeden Fall ein Lampenkit mitbestellen oder nur auf gut ausgeleuchteten Wegen bleiben. Auch einen Gepäckkorb gibt es nur als Zubehörteil, mit „spartanisch“ wäre die Ausstattung wohl am besten charakterisiert.

Vision-Roller in der Fahrpraxis

Der Vision 1000 verfügt über zwei Fahrmodi: einen für den unteren Geschwindigkeitsbereich bis etwa 10 km/h, den anderen für den oberen Geschwindigkeitsbereich bis zur Höchstgeschwindigkeit, die bei unserem Testmuster bei 30 km/h lag. Zwischen beiden Modi wird per Knopfdruck umgeschaltet, was uns zum ersten kleineren Kritikpunkt führt: Nicht immer ist beim Anfahren klar erkennbar, welche Stellung aktiviert ist. Das führt dazu, dass man mitunter recht schneidig Gas gibt, wenn man die langsame Fahrstufe erwartet und vergessen hat, dass man den Roller am Vortag in der schnellen Fahrstufe abgestellt hat … .

Wie beim Freeride Pro gibt es keinen Tachometer und lediglich drei Stufen für die Ladestandsanzeige. Dies fällt bei diesem Modell aufgrund des anderen Einsatzgebietes aber weniger stark ins Gewicht. Die reduzierte Geschwindigkeit von 30 km/h passt ebenfalls besser zu den übrigen Daten und prädestiniert den Roller etwa für den Einsatz auf mittelgroßen Arealen wie Urlaubsresorts, Bauernhöfen, Fabrikgeländen oder eben Campingplätzen.

Fahrleistungen und Bodenkontakt

Die Fahrleistungen sind solide, wenngleich der Motor etwas spritziger sein dürfte. An Steigungen geht dem Elektroroller schneller die Puste aus als dies bei Modellen der 1.500- oder 2.000-Watt-Klasse der Fall ist (zur Motorleistung mehr unter Kaufberatung).

Die Beschleunigung lässt sich hervorragend und sanft dosieren. Auch der Übergang vom langsamen in den schnelleren Fahrtbetrieb gelingt ohne Komplikationen. Die Größe der Räder ist mit 10 Zoll sehr gut, allerdings sind die Reifen recht dünn dimensioniert, was zu einem mittelguten Bodenkontakt führt.

Solange das Gelände aber nicht zu uneben ist, gleitet man sicher und stabil auf dem E-Roller dahin. Schotterpisten meistert der Vision noch gut, erst bei schlammigen Untergründen oder groben Pisten neigt der Scooter zum Schlingern – der Fahrer sollte spätestens hier die Geschwindigkeit nach unten regulieren.

Weitere Test-Eindrücke

Der vergleichsweise schwache Motor hat aber auch Vorteile, denn bei der Lautstärke gibt sich der E-Roller keine Blöße. Flüsterleise gleitet man mit dem Vision dahin, das Knacken der Hölzer ist bisweilen lauter als der Motor selbst.

Die Reichweite liegt wie beim E-Flux Freeride Pro bei 15 bis 20 Kilometern unter Idealbedingungen; diese haben wir im Test auch knapp erreicht.

Angesichts des niedrigen Preises ist klar, dass keine hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz kommen. Die Folge: Aufgrund der verwendeten Bleisäure-Akkus ist der E-Roller recht schwer. 42 Kilogramm bringt der Roller inklusive Akkus auf die Waage. Die zulässige Zuladung (Nutzlast) beträgt 115 Kilo, insgesamt dürfen Roller, Fahrer und Gepäck also nicht mehr als 157 kg wiegen.

Der Akku kann beim Vision entnommen werden, wovon aber wohl viele Anwender aufgrund des hohen Gewichtes nicht Gebrauch machen dürften. Alternativ bietet der Roller eine kleine Ladebuchse am Fahrgestell, in die man das mitgelieferte Netzteil stecken kann. Die Ladedauer beträgt die bei Bleisäure-Akkus typischen sechs bis acht Stunden.

Nach der Lieferung muss der Roller zunächst zusammengebaut werden, dies soll eine Stunde dauern, konnte von uns aber nicht überprüft werden, da das Gefährt schon vormontiert bei uns eintraf. Für den Transport lässt sich der E-Roller zusammenklappen – dies wird mit einem Hebel an der vorderen Gabel realisiert (siehe Bild links ganz unten).

Preise und Optionen

Mit deutlich weniger als 500 Euro will der Vision-Roller ganz klar über den Preis punkten. Wer sich an der spartanischen Ausstattung nicht stört, hat immerhin die Auswahl aus drei Farbkombinationen, orangefarben, grün und schwarz

 

Test-Fazit: Preiswerter und sparsamer Elektroroller

Annähernd 450 Euro (Testzeitpunkt) kostet die Eintrittskarte in die Elektromobilität, wenn man sich für den Vision 1000 entscheidet. Für kleinere, überschaubare Gelände mit geringen Steigungen ist der Elektroroller eine sehr gute Wahl. Bei gehobenen Ansprüchen sollte man aber etwas mehr investieren.

 

Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Günstiger Preis
  • Sehr gute Gaskontrolle
  • max. 20 km Reichweite
  • Blei-Säure-Akku
  • Große Räder, guter Fahrbahnkontakt
  • Relativ schwacher Motor (1.000 Watt)
  • Keine Straßenzulassung

Ergänzende Ressourcen zu dem E-Roller:

*Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein

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Videotest zum E-Flux-Vision-E-Roller (hier allerdings Vision X2)

 

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