SXT-Gekko-V2-Elektroroller im Test (Bild: SXT)

SXT-Gekko-V2-Elektroroller im Test (Bild: SXT)

2016-07-18 14_32_29-SXT Gekko V2 Elektroroller mit 2000W bürstenlosem Nabenmotor, 45 kmh, 2 Sitzer -

SXT Gekko 1200 V2-Testbericht

Formschöner Roller, technisch fast baugleich mit dem Raptor von SXT; mittlerweile liegt der Elektroscooter in einer neuen und überarbeiteten Version V2 vor.

Der SXT Gekko wird von verschiedenen Importeuren oder von SXT direkt vertrieben. Nachdem der Gekko 1200 bereits viele Freunde fand (das Fahrzeug wurde eine Zeitlang auch von der Handelskette Plus vertrieben), ist nun die verbesserte nächste Generation mit dem Namen V2 erschienen. Was sich über und unter der Haube getan hat, verrät der Testbericht.

 

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Antrieb, Akku-Leistung und Eckdaten des E-Rollers

Die wohl wesentlichste und wichtigste Änderung betrifft den Motor. Hier hat SXT einen konsequenten Schnitt gemacht und den preiswerten Bleisäureakku gegen ein hochwertiges Lithiumionenmodell getauscht. Dabei hat man auch gleich die Leistung erhöht: 2000 Watt sind es nun im Vergleich zu 1200 Watt beim älteren Gekko 1200 (1) Modell (Testbericht hier).

Der Lithium-Ionen-Akku arbeitet mit 60 Volt und leistet 23 Ampere Stunden. Das reicht für maximal 70 Kilometer Reichweite, gut 15 Prozent mehr als bei der älteren Variante mit Bleisäureakku. Aufgrund der 2000 Watt Leistung hat der neuaufgelegte Elektroroller nun auch mehr Reserven bei Steigungen (12 Grad bzw. 21 % Steigung lt. Hersteller) und beschleunigt etwas durchzugsstärker — dieser Effekt ist aber nicht so ausgeprägt, wie man es angesichts von 800 Watt Differenz erwarten würde.

Mit der Umstellung auf Lithiumsionen Technologie sinkt nun auch die Ladezeit deutlich. Je nach Füllstand sind es nun nur noch drei bis sechs Stunden, zum Vergleich: die meisten Bleisäureakkus benötigen ungefähr sechs bis acht Stunden für eine volle Ladung.

Last but not least verträgt der neue Akku nun deutlich mehr Ladezyklen, 800 bis 1000 sind es nach Herstellerangaben, was auch ungefähr hinkommen dürfte. Die meisten Hersteller geben einen Wert zwischen 700 und 900 Ladezyklen an. Zur Erinnerung: ist diese Anzahl Ladezyklen erreicht, heißt das nicht, dass der Akku kaputt ist – er erreicht lediglich nicht mehr die ursprüngliche Leistung, sondern nur noch rund 70 Prozent der Reichweite bei Auslieferung (alle Hintergründe auf der Seite Wissenswertes).

Einen großen Schwachpunkt viele Elektroroller hat SXT mit dem Wechsel zu Lithiumionen Technologie ebenfalls beseitigt. Die meisten Bleisäurebatterien lassen sich nicht entnehmen, schon alleine deswegen, weil sie aufgrund der niedrigeren Energiedichte sehr schwer und unhandlich sind. Dies traf auch auf den Gekko 1200 V1 zu. Bei einem Defekt lässt sich der Akku natürlich schon ausbauen und auch tauschen, gemeint ist hier lediglich, dass man den Akku nicht schnell entnehmen und beispielsweise an eine Steckdose in der Wohnung hängen kann. Beim Gecko V2 jedenfalls ist dieses Problem nun gelöst und der Akku entnehmbar. Mit knapp acht Kilogramm ist dieser auch nicht allzu schwer; kauft man einen zweiten Akku dazu, kann man diese bequem wechseln und während der Ladezeiten trotzdem weiterfahren.

Sonstige Ausstattung und Daten

Was den SXT von der Konkurrenz abhebt, ist nicht nur das hübsche Design im Retrolook, sondern auch die Zuladung. Diese fällt mit 150 Kilogramm äußerst üppig aus (viele andere Roller erlauben nur 100 bis 120 Kilogramm). Der SXT Gekko V2 ist daher auch ein vollwertiger Zweisitzer.

Positiv auffallen sind auch einige Details, die sich SXT hat einfallen lassen. So ist beispielsweise das Staufach abschließbar und so gestaltet, dass das Ladegerät exakt hineinpasst (auch dies ist bei weitem nicht selbstverständlich).

Wie fast alle Elektroroller kommt der SXT Gecko 1200 V2 in Foren montierten Zustand per Post an. Man muss dann noch einige Teile selbst anbauen (zum Beispiel Spiegel oder auch das Vorderrad), was ungefähr ein bis zwei Stunden dauert. Einige Händler bauen den Roller gegen Aufpreis aber auch komplett zusammen.

Fazit: Hübscher Elektroroller mit kleineren Problemen

Mit dem Gekko 1200 hat SXT einen großen Sprung gemacht und nahezu alle Schwächen, die wir im Test des Gekko „V1“ bemängelt hatten, eliminiert. Angesichts der gebotenen Leistungs- und Eckdaten ist der Preis durchaus angemessen. Lithium-Ionen-Akkus haben einfach ihren Preis, weshalb diese Technik im Niedrigpreissegment auch praktisch nicht anzutreffen ist. Unter den Elektrorollern mit Lithium-Ionen-Akku Technik gehört das SXT-Modell sogar noch zu den günstigeren.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • 2.000 Watt-Motor
  • Lithium-Ionen-Technik (23 Ah)
  • Akku entnehmbar und leicht (8 kg)
  • 70 km Reichweite (max.)
  • 45 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Zwei Personen möglich

Ergänzende Ressourcen zu dem E-Roller:

*Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein

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